Sanierung der Burg Storkow unter vermessungstechnischen Gesichtspunkten

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Achssystem


 

Die Burg Storkow ist als Baukörper über Jahrhunderte gewachsen. Jede Generation hat aufgebaut, angebaut, abgerissen, umgebaut, wiederaufgebaut.

Daher sind moderne Vorstellung bautechnischer Standards - rechte Winkel, senkrechte Wände etc. - nur bedingt eingehalten. Sicherlich macht auch gerade dies den Reiz eines historsichen Denkmals aus - für die planenden Fachleute und bauausführenden Gewerke stellt dies jedoch erhebliche Anforderungen an die Abstimmung dar.

Grundlage einer einheitlichen Planung war die Festlegung eines virtuellen Achs- und Höhensystems über den gesamten Baukörper. Am Baukörper selbst werden diese für den Vermesser über das Netz der Festpunkte und deren Koordinaten im Achssystem, für die bauausführenden Gewerke über die direkt am Gebäude gekennzeichneten Achsen und Höhen. In der Längsachse des Palas konnte die Mittelachse an der Nordwand gekennzeichnet werden. Weitere Kennzeichnungen erfolgten auf den jeweils fertigen Fußbodenabschnitten. In der Trennwand Brauhaus - Palas befinden sich etwa mittig Türöffnungen - die Achsen wurden daher seitlich 1,50 bzw. 3,00 m versetzt gekennzeichnet (im Bild rote Linien an der Wand hinter dem Messgerät). Bei den weiteren Arbeiten (vor allem Austausch defekter Steine, Entfernung von Putzabschnitten) gingen die Farbmarkierungen und Nägel sukzessive wieder verloren bzw. wurden gezielt entfernt.

Die grün gekennzeichneten Punkte an der mit den Eisenschienen gesicherten Wand sind Reflektormarken, die regelmäßig zur Deformationsanalyse angemessen bzw. überwacht wurden.

 

 

Festlegung des Achssystems der Burg Storkow 20.08.06 Ausschnitt Brauhaus

 

Festlegung des Achssystems der Burg Storkow 20.08.06 Ausschnitt Pallas

 



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