Fassadenabwicklung
Unter dieser Rubrik stellen wir Ihnen entzerrte Bilddokumente (Fassadenabwicklungen) der einzelnen Wandabschnitte des Palas und Brauhauses zu Beginn der Sanierung vor. Diese wurden als Dokumentation für den Denkmalschutz über die Originalzustände der noch vorhanden Bausubstanz vom Vermessungsbüro Schlachter und Schmidt unter Mitarbeit von Angela Schmidt (askonzept) erstellt. Grundlage diese Fassadenabwicklungen ist eine umfangreiche Sammlung von digitalen Fotoaufnahmen. Diese wurden auf der Grundlage messtechnisch ermittelter Passpunkte entzerrt und zu kompletten Fassadenabwicklungen zusammenmontiert.
Bestandsdaten, Festpunktfeld
Das Vermessungsbüro Schlachter und Schmidt hat beim Aufbau des Zeltdaches und bei der Sanierung von Palas und Brauhaus mitgewirkt. Hierzu wurden vorhandene Bestandsdaten der Burg Storkow aufbereitet und weitere erfasst - aus diesen eine Bestandsdokumentation erstellt. Es wurde auf dem Gelände der Burganlage und in den einzelnen Baukörpern ein umfangreiches System an Festpunkten (Festpunktnetz) angelegt, während der Baumaßnahmen gepflegt, erweitert, und erneuert. Für die archäologischen, denkmalsrechtlichen, bauhistorischen und bautechnischen Untersuchungen wurden Bezugspunkte und Unterlagen für eine einheitliche Dokumentation zur Verfügung gestellt.
Deformationsbeobachtungen, Setzungsmessungen
Die Burg Storkow wurde in sumpfigem Gelände errichtet. Während der Freilegungsgrabungen des Bauwerkes, der aufwendigen Nachgründung von Palas und Brauhaus kam es daher zu Teilabsenkungen, Setzungen, Bewegungen von Wandabschnitten. Manch Einwohner von Storkow kann sich vielleicht noch an den Einsturz eines Abschnittes des Kellergewölbes während der Bauarbeiten erinnern.
Wärend der Bau- und Sicherungsmaßnahmen wurden daher in einem der Intensität und Gefährlichkeit der Arbeiten angepassten Turnus Setzungsmessungen durchgeführt. Einzelne Bereiche der Burg haben sich zwsichen 2004 und 2007 um bis zu 5 Zentimeter gesetzt. Da diese Setzungen sehr ungleichmäßig waren, wurden die vorhandenen Wände mechanisch teils erheblich beansprucht. Verschiedene Wandabschnitte wurden daher während der jeweiligen Arbeiten auf Deformationen überwacht, um rechtzeitig Einsturz- und Kippungsgefährdungen zu erkennen. Bei festgestellten Wandbewegungen erfolgten kurzfristig Sicherungsmaßnahmen durch die bauausführende Firma Bennert, so dass die vorhandene Bausubstanz gesichert werden konnte.




















